Unsere Förderprojekte zu Bildung, Erziehung und Sprache

Dr.-Ing.-Hans-Joachim-Lenz-Stiftung Stiftung zur Erneuerung geistiger Werte

 

Die seit dem Jahre 2007 stattfindende Vor- tragsreihe dient der Förderung der Allgemein- bildung, die ein Teil jeder Kultur und bestim- mend für das Niveau einer Gesellschaft ist. Nutzenfreie Laienbildung unterstützt das menschliche Miteinander, den Austausch von Denkwelten und das Verstehen des Anderen, während Spezialistenbildung der Verein- zelung Vorschub leistet. Bildung ist mehr als Anhäufung von Wissen, sie ist das verbin- dende Element zwischen Wissen und Kommunikation, zwischen Forschen und Vermitteln, zwischen Lernen und Lehren.

Jährlich haben Laien Gelegenheit, sich an dem Bildungsprojekt KulturForumWissen
zu beteiligen. Sie erhalten Gelegenheit, ein selbst gewähltes Bildungsthema zu stu- dieren, einen Text zu verfassen und einen Vortrag vor einem Publikum zu halten. Die Stiftung unterstützt dabei in der Gliederung des Textes, in der Wortwahl und Recht-
schreibung. Nach Abschluss des Jahres-
themas erhalten die Autoren einen Sammel-
band aller Vorträge.

In der Regel bewerben sich 20 – 40 Laienautoren darum, an dem Projekt teilnehmen zu dürfen. Aus den ein-

gereichten Themen wählt die Stiftung 9 Vor- träge aus und versucht, diese unter dem Titel eines gemeinsamen Mottos zu bündeln. Nach Bekanntgabe der Themen melden sich meist weitere Personen, die sich an der Bearbei- tung der gewählten Vorträge beteiligen möchten. Auf diese Weise kommen Arbeits- gemeinschaften zustande, die der intensiven Bearbeitung und dem Bildungseffekt zugute-
kommen.

Von den ausgewählten Autoren wird erwartet, dass sie ein Konzept der Gliederung vor- legen, den gültigen Text auf 20 – 25 Seiten (ca. 2600 Zeichen pro Seite) einreichen, Korrekturen der Stiftung einarbeiten und einen 1,5-stündigen Vortrag vor einem Publikum halten. Den Anwesenden wird Gelegenheit gegeben, dem Vortragenden kritische Hinweise zu Haltung und Rede, Gestik und Rhetorik zu geben, als zusätz- licher Bildungseffekt für Redner und Hörer in gleicher Weise.

Die Vorträge werden pro Jahr von der Stiftung graphisch aufbereitet, mit Bild- und Karten- material angereichert und über den Verleger im Handel verkauft.

Presseartikel, z.B. im Luxemburger Journal vom 22. Januar 2016

2017

 

Die Unbekannten

Mit der Vortragsreihe 2017 werden die Hörer an Menschen erinnert, die einerseits bekannt sind, deren Grundideen aber drohen in Vergessenheit zu geraten. Die Autoren

Peter Rosegger
Teilhard de Chardin
Wladimir Solowjew
Dag Hammarskjöld
Friedrich Nietzsche
Meister Eckhart
Hermann Gmeiner
Janosz Korczak
Baruch Spinoza

Die Vorträge finden jeweils um 18.30 Uhr in den Räumen der Lenz-Stiftung statt. Der Eintritt ist frei.

sind bemüht, einige dieser geistigen Gipfelleistungen darzustellen, aus eigener Anschauung zu erläutern und in heutige Sichtweisen einzugliedern.

21.04.2017
19.05.2017
16.06.2017
14.07.2017
11.08.2017
08.09.2017
06.10.2017
03.11.2017
01.12.2017

2016

 

2000 Jahre Kulturgeschichte

Das Thema soll dem Hörer und Leser einen Eindruck vermitteln von dem Boden, auf dem sich eine Kultur einer künftigen Menschheit entwickeln wird. Chaotische Phasen, wie derzeit, sind Umwandlungen, die eines Gewesenen bedürfen. Gewesenes im Be- wusstsein bewahren und sich dem Neuen

Brücken bauen . . .
Musikinstrumente
Kindheit – Spielzeug
Das Rad . . .
Technische Utopien
Bekleidung – Verkleidung
Zünfte und Bauhütten – soziale Konstrukte
Familie und Ehe – ein „technisch“ -rationales Konstrukt
Maschine und Motor

Die Vorträge finden jeweils um 18.30 Uhr in den Räumen der Lenz-Stiftung statt. Der Eintritt ist frei.

öffnen, bedeutet Fortschritt, – Fortschritt des Einzelnen wie auch der menschlichen Gemeinschaft. Unwissenheit und Chaos sind keine Grundlagen einer neuen Kultur, die immer wieder Blüte einer vergangenen sein wird. Du, Mensch, bist Träger einer Evolution oder Du bist ein Nichts.

22.04.2016
20.05.2016
17.06.2016
15.07.2016
12.08.2016
09.09.2016
07.10.2016

04.11.2016

02.12.2016

2015

 

Menschen, die die Welt beherrschen
wollten

„Menschen, die die Welt beherrschen wollten“, … sind alle gescheitert. So kann man den Titel der Vortragsreihe ergänzen, wenn man die Machtgebilde betrachtet, die in Europa und angrenzenden Gebieten ent- standen sind. In der Geschichte der Mensch- heit haben sich immer wieder Einzelne großer Menschenmassen bedient, eigener Macht und Ruhmes wegen.

Laienforschern war die Aufgabe gestellt, sich mit einem selbst gewählten Thema an der

Band 40,ISBN 978-3-938088-43-2


Vortragsreihe unter dem oben genannten Motto zu beteiligen. 34 Personen haben sich einzeln oder in Gruppen mit 19 Themen um die Teilnahme beworben. Für die möglichen Vortragsabende wurden 9 Themen aus- gewählt, die 14 Laien, einzeln oder in Gruppen, junge und ältere, erforschen, schriftlich niederlegen und einem Publikum vortragen wollten. Gegenstand der Unter- suchungen waren historische Größen wie Karl V., Attila, Dschingis Khan, Alexander der Große, Napoleon und andere.

2014

 

Die großen Komödianten
 

Band 38,ISBN 978-3-938088-41-8

2013

 

Menschen, die den Weg ins Ungewisse wagten

Band 33,ISBN 978-3-938088-36-4

2012

 

Soziale Modelle – Poesie des Lebens?
 

Band 31,ISBN 978-3-938088-34-0

2011

 

Menschen, die die Welt bewegten
 

Band 26,ISBN 978-3-938088-29-6

2010

 

Menschen, die die Welt bewegten
 

Band 24,ISBN 978-3-938088-27-2

2009

 

Liebe – Das All-Eine
 

Band 21,ISBN 978-3-938088-24-1

2008

 

Vergessene Werte – Von den Wurzeln der Kultur

Band 20,ISBN 978-3-938088-22-7

2007

 

Wir sind auf dem Weg
 

Band 15,ISBN 978-3-938088-16-6

Das vergessene Wort

Sprache ist Ausdruck für den geistigen Entwicklungsstand des Menschen. Worte bewegen die Welt. Das Modellprojekt, das den vergessenen Wörtern der deutschen Sprache auf der Spur ist, lädt Jugendliche der Mittel- und Oberstufe auf eine Reise in die klassische deutsche Literatur ein.

Über einen Zeitraum von sechs Monaten lesen Jugendliche Werke deutscher Dichter vom Barock bis in die Gegenwart und erforschen deren Sprache im Hinblick auf unbekannte Wörter und Satzgebilde, die sie nach vorgegebenen Kriterien herausschreiben und ordnen. Die inhaltliche Ebene lassen sie außer Acht, stattdessen richten sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Sprache, um längst vergessene, ungebräuchliche und poetische Wörter und Sätze herauszufiltern.


Begleitet wird diese Phase von fünf Arbeitstreffen, wobei den Schülern Raum gegeben wird, den Fortgang der Arbeit darzustellen und Erfahrungen auszutauschen. Die Teilnehmer sind angehalten, sich selbst zu beobachten und dem Einfluss der Sprache auf das eigene Leben nachzuspüren. Ferner dienen die Zusammenkünfte dem spielerischen Experimentieren mit Sprache und dem intensiven Gedankenaustausch über das, was Sprache ist.

Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu Reichtum und Schönheit, Rhythmik und Klangfülle der deutschen Sprache sind in den Abschlussberichten festgehalten, die die Stiftung in ihrer Schriftenreihe publiziert.

Buchen

Burghardt-Gymnasium

Das Burghardt-Gymnasium wurde im Jahre 1843 als höhere Bürgerschule gegründet. Heute ist es das einzige allgemeinbildende Gymnasium in Buchen. Namensgeber ist Franz Burghardt (1803–1890), der aus dem fernen Budapest Bedürftige und Kranke seiner Heimatstadt Buchen mit großzügigen Geldzuwendungen unterstützt hat. Seine Lebenshaltung „Gehe selbständig und zielstrebig durchs Leben und wirke an der Gestaltung der Gesellschaft mit“ prägt das Leitbild der Schule.

Vierzehn Jugendliche aus den Klassenstufen neun und zehn nahmen am Projekt „Das vergessene Wort“ teil. Für ihre Forschungsarbeiten haben die Teilnehmer literarische Werke aus dem 18. bis 20. Jahrhundert gewählt, in denen sie nach vergessenen und poetischen Wörtern suchten und der Vielfalt und Schönheit der deutschen Sprache gewahr wurden.

Heilbronn II

Robert-Mayer-Gymnasium

Band 41ISBN 978-3-938088-44-9

Heilbronn zählt mit seinem reizvollen Umland zu den traditionsreichsten Weinbaugebieten Deutschlands und wird als kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region sehr geschätzt. Im Jahre 1371 wurde Heilbron zur Freien Reichsstadt ernannt, die dank der verkehrsgünstigen Lage und wirtschaftlichen Stabilität ihren Bürgern Wohlstand und Wachstum verschaffte.

Das Robert-Mayer-Gymnasium ist eines von fünf allgemeinbildenden Gymnasien in Heilbronn. Namensgeber ist der Heilbronner Arzt und Physiker Julius Robert von Mayer (1814–1878), der für seine wissenschaftlichen Beiträge im Jahre 1867 mit dem Ritterkreuz I. Klasse des Ordens der Württembergischen Krone ausgezeichnet wurde.

Gegründet wurde die Schule bereits im Jahre 1827 zunächst als königliche Realanstalt am Heilbronner Karlsgymnasium. Heute können die Gymnasiasten zwischen einem naturwissenschaftlichen und einem sprachlichen Profil wählen. Seit 1997 bietet die Schule auch einen Hochbegabtenzweig für besonders leistungsmotivierte Jugendliche an.

Neun Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 und 11 am Robert-Mayer-Gymnasium nehmen an dem Projekt teil und wollen vergessene Wörter und die Schönheit der Sprache entdecken.

Hanau

Hohe Landesschule

Band 39ISBN 978-3-938088-42-5

Würzburg

Deutschhaus-Gymnasium

Band 37ISBN 978-3-938088-40-1

Heilbronn

Robert-Mayer-Gymnasium

Band 35ISBN 978-3-938088-38-8

Minden

Ratsgymnasium1

Band 30ISBN 978-3-938088-33-3

Bad Sachsa

Internatsgymnasium Pädagogium

Band 29ISBN 978-3-938088-32-6

Bad Homburg

Kaiser-Friedrich-Gymnasium2

Band 27ISBN 978-3-938088-30-2

Marburg

Elisabeth-Gymnasium

Band 22ISBN 978-3-938088-25-8

Marburg

Freie Waldorfschule

Band 22ISBN 978-3-938088-25-8

Aschaffenburg

Kronberg-Gymnasium

Band 16ISBN 978-3-938088-17-3

Heidelberg

Friedrich-Hölderlin-Gymnasium

Band 12ISBN 978-3-938088-08-1

Weimar

Friedrich-Schiller-Gymnasium

Band 12ISBN 978-3-938088-08-1

Darmstadt

Ludwig-Georgs-Gymnasium

Band 7 ISBN 978-3-938088-07-4

Oppenheim

Schüler-Arbeitsgruppe

Band 7 ISBN 978-3-938088-07-4

Weinheim

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium

Band 7 ISBN 978-3-938088-07-4

1)   1. Preis im Bundeswettbewerb „Kinder zum Olymp“
2)   Platz 3 im Wettbewerb „Sprachwahrer des Jahres 2012“

 
 
 

Musikalische Frühförderung im Elementarbereich

Schwerpunkt bei der musikalischen Frühförderung oder auch Früherziehung ist, die Intelligenz und den emotionalen Ausdruck durch den kreativen Einsatz verschiedener musikalischer Elemente zu unterstützen. Auf diese Weise soll die besondere Begabung jedes einzelnen Kindes herausgefunden und gefördert werden. Auf spielerische musische Art und Weise wird in den Fördergruppen der individuelle Entwicklungsstand erfasst und

das schöpferische Verhalten und die Sozialkompetenzen des Kindes mit Hilfe der breiten musikalischen Möglichkeiten aufgebaut. Dies ist ein ganzheitlicher Prozess, welcher auch Sprachentwicklung, Sensibilisierung des Gehörs und Raum- und Körpergefühl mit einbezieht. Die Kinder werden an das Singen, an Instrumente und auch an die verschiedenen Formen von Musik herangeführt.

Köln-Weiden

Kindergarten „Weidenwichtel“

Seit Oktober 2016 reisen 70 Kinder des Fröbel-Kindergartens „Weidenwichtel“ einmal wöchentlich in die Welt der Musik. In fünf altersgerechten Kleingruppen erhalten sie musikalische Frühförderung. Die Jüngeren kommen für 30 Minuten zusammen, die Älteren für 45 Minuten. Traditionelle Lieder, Finger- Sprech- und Bewegungsspiele, Klanggeschichten und klassische Musik sind

Teil des pädagogischen Konzeptes. Zu den Musikstunden sind auch die Erzieherinnen eingeladen, damit sie die Lieder und Singspiele in den Kindergartentag hineinnehmen können. Geplant ist, bei Kindergartenfesten kleine Aufführungen aus der musikalischen Frühförderung darzubieten, um auch den Eltern Einblick in die musikalische Frühförderung zu geben.

Bedburg II

Kindertagesstätte St. Willibrord

Auch im Jahre 2017 erhalten 55 Kinder im Kindergarten „St. Willibrord“ musikalische Frühförderung. Das Projekt ist ausgerichtet auf 12 Monate. Ziel ist es, Freude und Interesse an der Musik zu wecken, die Wahrnehmung anzuregen, Stimme und Sprechen zu schulen. Die Kinder sind zwischen 4 Monaten und 6 Jahren alt. Die musikalischen Einheiten finden an einem festen Wochentag statt und dauern je nach Altersgruppe 30 bis 45 Minuten. 5 Gruppen à 11 Kinder werden unterrichtet. Die unter 3-Jährigen singen Lieder und musizieren mit einfachen Instrumenten. Die 4- und 5-

Jährigen erproben Rhythmus und Klang mit unterschiedlichen Instrumenten und schulen auf diese Weise ihr Gehör. Lieder und Rollenspiele fordern die 6-Jährigen zum Mitmachen auf und wecken ihre Fantasie und Kreativität. In regelmäßig stattfindenden Eltern-Kind-Aktionen gewinnen die Eltern Einblick in die musikalischen Aktivitäten ihrer Kinder, lernen Lieder und Spiele kennen. Auch die Erzieherinnen sind eingeladen, am musikalischen Frühförderunterricht teilzunehmen. Auf diese Weise werden die Klänge und Melodien in den Kindergartenalltag hineingetragen.

Hürth II

Kindergarten „Flinke Forscher“

Zielgruppe des Projekts sind alle 102 Kinder des Kindergartens im Alter von 4 Monaten bis zum Schuleintritt. Neun altersgerechte Gruppen à 10 bis 12 Kinder erhalten wöchentlich musikalische Frühförderung. Die aufeinander aufbauenden Einheiten dauern bei den bis 3-Jährigen jeweils 30 Minuten, bei den über 3-jährigen Kindern jeweils 45 Minuten. Es ergeben sich 3 Gruppen à 30 Minuten und 6 Gruppen à 45 Minuten Unterricht. Ein fester Wochentag, an dem die musikalische Frühförderung stattfindet, sichert den regelmäßigen Ablauf. Somit hat jedes Kind 4mal im Monat Musikunterricht innerhalb der Kindergartenzeit. Das Projekt umfasst 40 musikalische Einheiten der Frühförderung; es startet nach Neujahr und durchläuft von Januar bis Dezember 2016 thematisch den Jahreskreis. Regelmäßig stattfindende Eltern-Kind-Aktionen dienen zur Vermittlung des musikalischen Inhalts an die Erziehungsberechtigten, die so an der Entwicklung ihrer Kinder teilhaben können.

Zudem sind die einzelnen Erzieherinnen und Erzieher eingeladen, an den musikalischen Fördereinheiten teilzunehmen, um Lieder, Singspiele oder das gemeinsame Herstellen von Rhythmusinstrumenten in den Kindergartenablauf einzubauen, um die Kinder in einem anderen Rahmen zu erleben und ihre Fortschritte besser begleiten zu können.



Kindergarten Hürth

Bedburg I

Kindertagesstätte St. Willibrord

Über ein Jahr erhalten alle 55 Kinder im Kindergarten „St. Willibrord“ wöchentlich musikalische Frühförderung. Die geförderten Kinder sind im Alter von 4 Monaten bis zum Schuleintrittsalter. Die Gruppengröße beträgt jeweils 11 Kinder. Es gibt 2 Gruppen (bis 3-Jährige) mit jeweils 30 Minuten und 3 Gruppen (4 bis 6-Jährige) mit jeweils 45 Minuten Musikunterricht. Die musikalischen Einheiten finden immer dienstags statt. Je nach Altersgruppe hält die Musikpädagogin Marianne Quast passende Angebote bereit: Die unter 3-Jährigen singen Lieder, mit Bewegungen untermalt, und musizieren mit einfachen Instrumenten. Die 4- und 5-Jährigen erproben Rhythmus und Klang mit unterschiedlichen Instrumenten und schulen auf diese Weise ihr Gehör. Lieder und Rollenspiele wie das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ fordern die 6-Jährigen zum Mitmachen auf und wecken ihre Fantasie und Kreativität.

Damit die Eltern das musikalische Angebot kennenlernen, werden mehrere Eltern-Kind-Aktionen angeboten. Die Erzieherinnen der Kita sind eingeladen, den musikalischen Frühförderunterricht zu begleiten.


Kita Bedburg

Hürth I

Kindergarten „Flinke Forscher“

Band 43ISBN 978-3-938088-46-3

 

Musik fördert die ganzheitliche Entwicklung der Kinder, schult Gehör und Raum-Körpergefühl, entwickelt den sprachlichen Ausdruck, stärkt das soziale Miteinander. Im Fröbel-Kindergarten „Flinke Forscher“ erhalten alle 102 Kinder in altersgerechten Kleingruppen wöchentlich musikalische Frühförderung. Sie singen, tanzen und musizieren, gestalten Singspiele und basteln Instrumente. Anschaulich und praxisnah wird das Konzept der Frühförderung erläutert und die musikalischen Einheiten vorgestellt. Zahlreiche Beispiele, Äußerungen der Kinder und Reaktionen der Eltern spiegeln die Freude und Begeisterung der Kinder wider.

– Eine Anregung und Orientierung für Eltern, Erzieher und alle, die mit Kindern arbeiten.

Musikmäuse FF Hürth


Stuttgart

Kindertagesstätte Heusteigzwerge

In der Kindertagesstätte Heusteigzwerge in Stuttgart werden 95 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren in zwei Kleinkind- und fünf altersgemischten Gruppen betreut. 48 Kinder haben Migrationshintergrund und stammen aus 21 unterschiedlichen Herkunftsländern. Vier von ihnen sind Kinder von Flüchtlingsfamilien aus Afrika und den Balkanstaaten, die in Heimen in Stuttgart-Süd leben. Das 23-köpfige Team aus SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, KinderpflegerInnen und Auszubildenden setzt sich aus acht verschiedenen Nationalitäten zusammen.

Zur sprachlichen Förderung aller Kinder und zur Integration der Kinder mit


Migrationshintergrund setzt die Kita die Musik als verbindendes Element ein. Der „Musikgarten“ ist keine Erweiterung des Morgenkreises, in dem die Kinder bereits viel singen sowie Sing- und Fingerspiele einüben, sondern gezielt ein sich hiervon abhebendes Konzept, um Kinder in die Gruppe zu integrieren und ihnen ein Gefühl für Rhythmik, Bewegung, Sprache und Motorik zu geben.

Seit Dezember 2015 nehmen alle Kinder der Kita am Projekt „Musikgarten“ teil. Die 95 Kinder werden nach Alter in 10 Gruppen eingeteilt. Über einen Zeitraum von 21 Wochen erhalten alle Gruppen an einem festen Wochentag jeweils 30 Minuten rhythmische Früherziehung.


  
Das wache Auge

Das Projekt fördert die Fähigkeit der Kinder, die Wunder der Welt wahrzunehmen. Die Mädchen und Jungen erhalten Fotos von fünf Meisterwerken der Kunst, die sie unter den Aspekten Farbe, Form, Perspektive und Auffälligkeiten zu Hause betrachten. Ihre Empfindungen und Eindrücke schreiben

sie auf oder diktieren sie einem Elternteil. Vier Monate haben sie für diese Aufgabe Zeit. Gleichzeitig finden in der Schule sechs Arbeitstreffen statt, wobei die Kinder durch Wahrnehmungsspiele ermutigt werden, ihre Kreativität zu entfalten.

Bad Nauheim

Sophie-Scholl-Schule Wetterau

Band 42ISBN 978-3-938088-45-6

Die Sophie-Scholl-Schule Wetterau ist eine inklusive Grundschule in freier Trägerschaft, gegründet im Jahre 2009 von der Lebenshilfe Wetterau. Vorbild war die Sophie-Scholl-Schule in Gießen, mit der sich die Schule Wetterau im Jahre 2011 zur Sophie-Scholl-Schulen gGmbH zusammenschloss, um die Erinnerung an Sophie Scholl zu bewahren.

Scholls Leitgedanke „Beweist durch die Tat, dass ihr anders denkt!“ haben auch die beiden Schulen zu ihrem Leitgedanken erhoben. In der reformpädagogisch orientierten Schule werden die Klassenstufen 1 und 2 sowie 3 und 4 gemeinsam unterrichtet.

Idstein

Waldkindergarten „Zauberwald“

Dokumentiert wird das Leben im Waldkindergarten „Zauberwald“, Idstein. 18 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren besuchen derzeit die Einrichtung, die von 8.00 Uhr bis 13.00 bzw. 14.00 Uhr geöffnet ist. Das ganze Jahr halten sich die Kinder und Erzieherinnen im Freien auf. Auf einer Waldlichtung wird geforscht, gespielt, gesungen, musiziert, gefrühstückt, gebastelt und erzählt. Nur bei extremer Witterung ziehen sie sich in einen einfachen, liebevoll eingerichteten Bauwagen zurück. Dort werden auch Werkzeuge, Musikinstrumente, Bastelmaterialien, Geschirr und weitere Arbeitsmittel gelagert.


Der Kindergartenalltag ist geprägt von ordnungsgebenden Strukturen wie feste Anfangs- und Abholzeiten, der Morgenkreis, gemeinsames Frühstück, Arbeits- und Bastelangebote für alle Kinder und der Abschlusskreis. Gleichzeitig wird den Kindern viel Raum für das freie, selbständige Spielen gegeben. Inmitten der Natur sägen, hämmern, bohren die Jungen und Mädchen, klettern auf Bäume, springen über Laubhügel, beobachten Ameisen. Die Kinder sehen, was die Natur ihnen bietet, und erleben, was der Mensch von ihr lernen kann. Dieser intensive Austausch mit der Natur regt die Sinne an und fördert die Kreativität.

  

Tugend und mehr

Montessori-Schule Inning/Ammersee

Mit dem Projekt haben sich Schulträger und Schulleitung der Montessori Schule Inning am Ammersee gemeinsam das Ziel gesetzt, der Charakterentwicklung und Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und der Elternschaft einen zentralen Platz einzuräumen und mit bewährten Methoden und Materialien die „Schätze“ an Tugenden, die in jedem einzelnen Mitglied der Schulgemeinschaft schlummern, zu fördern, erkennen zu helfen und zum Leben zu erwecken.

Bei der Suche nach geeigneten pädagogischen Programmen ist die Schule auf das sog. „Tugend-Projekt“ aufmerksam geworden. Das „Tugend-Projekt“ wurde 1991 von Linda Kavelin Popov, ihrem Mann Dan und ihrem Bruder John Kavelin als „Virtues

Project“ in Kanada gegründet. Während des „Internationalen Jahres der Familie“ (1994) ehrten die Vereinten Nationen das „Virtues Project“ als vorbildhaftes Modell-Projekt für Familien aller Kulturen. Heute wird das „Virtues Project“ in rund 100 Ländern von Einzelpersonen, Organisationen, Schulen und Gemeinden angewendet und genutzt. Im Rahmen mehrerer Fortbildungen wird das „Tugend-Projekt“ vom Verein Virtues Project Germany e.V. an der Schule eingeführt, die praktische Arbeit ca. ein Jahr lang begleitet und mit Materialien des Vereins unterstützt.

Die Durchführung des Projektes an der Montessori-Schule in Inning wird von der Lenz-Stiftung finanziert, dokumentiert und in der Schriftenreihe der Stiftung publiziert.

  
  

im Osten Europas

Förderung einer Forschungsarbeit über die russische Philosophie von den Anfängen um etwa 700 v. d. Z. bis zur Oktoberrevolution 1917. Russische Philosophie ist in West- europa kaum bekannt. Es gibt sogar die Auffassung, dass es keine russische Philo- sophie gäbe. Nach Schmid (2003) halten sich eutschsprachige theologische und philo- sophische Institute zumeist an den Grund- satz: „Slawisches liest man nicht“. Dabei lassen sich in der russischen Philosophie höchst interessante Ansätze finden.

Denn sie hat sich anders entwickelt als die westliche. Gemeinsame Grundlagen sind u. a. die griechische Philosophie, Spinoza und der deutsche Idealismus. Weitgehend abgelehnt wurden von slawischen Philosophen jedoch rationale Welterklärungsversuche, wie z. B. von Kant. Im Mittelpunkt der russischen Philosophie stehen vor allem der All-Einheitsgedanke und weibliche-mütterliche, nicht rationale Aspekte unter Beachtung des Herzens. Diese Besonderheit wurzelt in der vorchristlichen Geschichte Russlands.

 

Der Gral bei Wolfram von Eschenbach und Richard Wagner

 

Förderung eines 16-monatigen Promotions- stipendiums an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Rahmen einer Cotutelle de Thèse mit der Universität Bukarest. Die mit magna cum laude benotete Dissertation (mehr hier) ist das Ergebnis einer intensiven und engagierten Forschung von Frau Liliana-Emilia Dumutriu aus Kronstadt/Rumänien unter der Betreuung von Prof. Dr. Ingrid Bennewitz und Prof. Dr. Andrea Schindler [Bamberg] und Prof. Dr. George Gutu [Bukarest].

Die Dissertation widmet sich einem Thema von hoher Brisanz für die gesamte Mittelalter- rezeption nicht nur des 19. und 20. Jahrhun- derts, nämlich der Frage nach den Inszenie- rungen und der Interpretation des Grals bei Wolfram von Eschenbach und Richard Wagner. Ausgehend von der Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Grals bzw. Gralsromans vom Mittelalter bis in die Zeit Richard Wagners werden Einzelmotive wie die Herkunft des Grals, das Speisenwunder und die Symbolkraft des Grals bei Wolfram

von Eschenbach und Richard Wagner untersucht, wobei die Ergebnisse nicht nur an kanonische Texte des Alten und Neuen Testaments, sondern auch an zahlreiche legendarische und apokryphe Überlieferun- gen rückgebunden sind – für ein adäquates Verständnis der mittelalterlichen Religiosität von hoher Bedeutung, mit neuen Sicht- weisen, Erkenntnissen und Ausblicken auf die weitere (deutschsprachige) Rezeption der Gralsthematik. Zusammenfassend stellt die Verfasserin fest, dass die von ihr unter- suchten Werke Wolframs und Wagners das gemeinsame Motiv des Grals auf originelle Art und Weise resedimentieren.

Nach endgültigem Abschluss der Arbeit im Juli 2014 erfolgte deren Veröffentlichung durch die Lenz-Stiftung, Mainz, in ihrer stiftungseigenen Edition Erneuerung geistiger Werte sowie in der von George Gutu, Bukarest, herausgegebenen Buchreihe GGR-Beiträge zur Germanistik (mehr hier).
[siehe Band 36 der Edition]

 

Frühzeitliche Kultur
im Osten Europas

 

Ein 12-monatiges Forschungsstipendium, verbunden mit einem Studium an der Technischen Universität Dresden. Die besondere Verehrung der Mutter stellt einen für Russland typischen ethischen Wert dar, der sich im orthodoxen Christentum anders ausgeprägt hat als in anderen christlichen Bekenntnissen. Die Wurzeln dieser alten Mutterverehrung liegen in der vorchristlichen Geschichte Russlands, in den Wanderungen der Völkerstämme, ihren Sitten, Bräuchen und Götterverehrungen. Durch Auswertung

von Literatur zu Archäologie, Ethnologie, Religion, Linguistik, Folkloristik, Feminismus u. a. ist ein eindrucksvolles Bild der frühen Kulturen entstanden, die das Gebiet westlich des Ural in der Zeit von ca. 25.000 bis 500 v. d. Zt. bewohnt haben wie z.B. die Tripol’e-Kultur, die Skythen, die Letten u. a. Die Ergebnisse der Forschung sind tabellarisch und chronologisch dargestellt, mit Bildmaterial und erläuternden Texten ausgestattet; mit einem Geleitwort der Matriarchatsforscherin Frau Dr. Heide Göttner-Abendroth.
[siehe Band 34 der Edition]

 

SOS-KINDERDORF
Diessen/Ammersee

Die Goldene Gans

Förderung eines Theaterprojekts aus der Märchensammlung der Gebrüder Grimm, das 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 15 Jahren im SOS-Kinderdorf Dießen am Ammersee aufführen. Warum ein Märchen? Märchen enthalten archetypische Bilder, in denen eine große Weisheit liegt. Das Gute siegt immer – das ist gerade für Kinder noch

eine innere Wahrheit. Für die Auswahl dieses Märchens war mitentscheidend, dass keine Angst einflößenden oder gruseligen Figuren eine Rolle spielen (Hexe, Räuber etc.). Die Erstaufführung (mehr hier) fand am 23.11.2013 im SOS-Kinderdorf Ammersee statt.

 

 

Förderung einer Forschungsarbeit über den Brief als Medium der Sprach- und Kultur- entwicklung und der Pflege zwischen-menschlicher Kommunikation. Hierbei wird der große Zeitraum der Entwicklung des Briefes und der Briefsteller vom Mittelalter bis in die Gegenwart in den Blick genommen. Bezüge zu anderen Regelsystemen wie Poetiken und Rhetoriken, Zeitgeschichte und Politik werden hergestellt. Da alle Formen

des menschlichen Miteinanders von Sprachformeln der Höflichkeit und des Stils berührt werden, ist es heute – im Zeitalter von Internet und SMS – umso bedeutender, sich von Briefen als Zeugnisse deutscher Sprachkultur berühren zu lassen.
[siehe Band 32 der Edition]

 

Musikalischer Spielraum Leverkusen-Wiesdorf

Zum zweiten Mal wird ein „Musikalischer Spielraum” mitgefördert, hier in der Kinder-tagesstätte Wiesdorf. Kinder zwischen 4 und 6 Jahren sammeln musikalisch-künstlerische Erfahrungen, indem sie die Geschichte des kleinen Wassertröpfchens Pling „vertonen” und eigenständig inszenieren. In einer Erlebnisaufführung zeigen sie ihre selbst-

ständig erarbeiteten Ergebnisse den Eltern. Der integrative Ansatz einer Verknüpfung von Sprache, Musik und Bewegung erweist sich als vielfältig anregend und kreativitäts- fördernd. Im Besonderen geeignet für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen, da er ihnen einen spielerischen Zugang zur deutschen Sprache ermöglicht.

 

Musikalischer Spielraum Bergisch-Gladbach

 

Mit-Förderung eines „Musikalischen Spiel- raums” am Fröbel-Familienzentrum in Bergisch-Gladbach. Hier wird das große Interesse an Klängen, Rhythmus und Musik, das Kinder immer wieder kundtun, aufge-griffen und deren spielerisch-forschenden Aktivitätsdrang durch vielfältige Angebote Raum gegeben. So können schon die

Kleinen ihre eigene musikalische Ausdrucks- möglichkeit und den Wert des künstlerischen Tuns für sich selbst entdecken, aber auch in der Gruppe mit allen gemeinsam erleben und die Sprache des Klangs als Bindeglied zwischen den Nationalitäten erfahren.
[siehe Band 25 der Edition]

 

Europäische Salons – Zentren von Bildung und Kulturtransfer

 

Förderung einer Forschungsarbeit, in der Hintergründe der europäischen Kultur-geschichte und der Einfluss gebildeter Frauen beleuchtet werden, die die Kultur Europas an Musenhöfen und später in so genannten Salons maßgeblich bestimmt haben. Im Mittelpunkt standen gebildete und kultivierte Frauen, die ihre Gäste zu inspirieren wussten.

In diesen Reichen des Geistes wurden neue gesellschaftliche Lebensformen erprobt – über nationale, soziale, religiöse, fachliche und geschlechtliche Grenzen hinweg. Leben und Werk vieler Literaten, Philosophen und Künstler sind eng mit der Geschichte der europäischen Salonkultur verbunden.
[siehe Band 28 der Edition]

 

Das Hohelied vom Menschen – Eugen Finks Deutung der menschlichen Existenz

 

Stipendium für eine Magisterarbeit (Päda- gogik) an der Universität Mainz, Prof. Dr. Erwin Hufnagel. Angesichts der Orien-tierungslosigkeit in vielen gesellschaftlichen Bereichen ist Eugen Finks Deutung des Menschseins aktueller denn je: Der Mensch ist ein Geschöpf, das in Selbstverantwortung und Würde sein Leben formt. Ohne sich der Abhängigkeit bewusst zu sein, lebt er verstrickt in eine Flut von Menschen- und Weltbildern, die sein Leben bestimmen. In einem historischen Abriss werden

Ursachen und Gründe für diese Verflechtung aufgezeigt. Das freie Denken im Sinne einer Selbstreflexion wird als Weg aus der Krise eingehend betrachtet. Dieser Denkweg gibt schließlich den Blick frei auf das Wesen des Menschen: ein schöpferischer Entfaltungs-prozess, der – einem kosmischen Plan folgend – aus sich heraus sein Leben entwirft. Der Mensch befindet sich, so Finks Resümee, in einem nie endenden Bildungsprozess.
[siehe Band 23 der Edition]

 

Ferienwochenkurs

  • Mainz
  • Overath

 

Förderung eines jeweils sechstägigen Ganz- tagskurses für Kinder und Jugendliche von
6 - 16 Jahren in Mainz und Overath mit folgenden Inhalten: innere Stille finden, sich selbst entdecken; Menschsein als Spiel und im Spiel erfahren; für Haltung und Bewegung sensibi- lisiert werden; Sprache erleben und ihr nach- spüren; schöpferisch tätig sein; Vorbilder kennenlernen, Umgangsformen im menschlichen Miteinander praktizieren.

Kinder wollen die Welt ergründen und den eigenen Platz darin finden. Dabei entwickeln sie fortwährend Fragen zu ihrer Herkunft, zum Sinn des Menschseins, zur Qualität des eigenen Lebens und suchen nach Leitbildern. In dieser Ferienschule werden persönliche und soziale Kompetenzen geschult, die Lust an Bildung gefördert, das eigene Wertgefühl gestärkt und Gemeinschaftssinn aufgebaut.
[siehe Band 3 und Band 19 der Edition]

 

DE DIGNITATE HOMINIS

Zum Menschenbild in der Geschichte der Pädagogik

 

Seit dem 1. Buch Mose zieht sich wie ein roter Faden ein Bild vom Menschen durch die Zeiten – eines als Ebenbild des Schöpfers Geschaffenen. Immer wieder haben Menschen versucht, dieses Bild zu zerstören und sich selbst ihrer Würde zu berauben. Immer wieder haben Menschen begonnen, die angestammten Werte durch wohlfeilen Schein zu ersetzen. Und immer wieder standen Menschen auf, um an das Bild des Anfangs zu erinnern.

Den Spuren dessen ist Gabriela Wolf nachgegangen. Was sie gefunden, ist wie ein Bekenntnis der Stiftung zu den eigenen Zielen, zur Erinnerung an geistige Werte und zur Wiederherstellung der Würde des Menschen. Keine Studie könnte die Ambitionen der Stiftung deutlicher unterstützen als dieser Blick in die Geschichte des Bildes vom Menschen, – eines Bildes, dass der Mensch in der Lage ist, sich selbst zu erdenken.
[siehe Band 13 der Edition]

 

Handeln als gelebter Wert

 

Hannah Arendts Leben und Wertvorstellung der „vita activa”, das Initiativsein und Sich-Mitteilen in der Pluralität, wird im Rahmen der Drittmittelförderung des Arbeitsbereichs Praktische Philosophie am Lehrstuhl Prof. Dr. Stephan Grätzel, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, beleuchtet.

Durch Handeln erschließt sich dem Menschen der Zugang zu einem inneren Potenzial, zur eigentlichen Bedeutung seines Daseins. Die Studien untersuchen Arendts Handlungs-theorie im Kontext mit anderen Philosophen, Johann Gottfried Herder und Maurice Blondel.
[siehe Band 14 der Edition]

 

Tagebuch als Medium der Selbstreflexion

 

Studie über Tagebuchschreiben im Rahmen der Drittmittelförderung des Arbeitsbereichs Praktische Philo-sophie am Lehrstuhl Prof. Dr. Stephan Grätzel, Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Das Tagebuch wird nicht nur als Gegenstand der Literaturhistorie betrachtet, sondern es werden ebenso

die funktionalen Aspekte dieser Gattung untersucht, die sich von einem chronika-lischen Instrument über ein Mittel zum Festhalten äußerer Eindrücke zum wich- tigsten Medium moderner Selbstreflexion entwickelt haben.
[siehe Band 18 der Edition]

 

Am Anfang waren die Werte

Plädoyer für eine Neuorientierung in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen

 

Kaum ein anderes Werk entspricht den Zielen der Stiftung mehr als diese Forschungsarbeit einer Realschullehrerin. Es zeigt sich, dass geistige Werte im jungen Menschen von Anfang an vorhanden sind und nicht durch Erziehung vermittelt werden müssen. Vater und Mutter, Träume und Visionen, Geburt und Tod, Jugend und Alter,

das schöpfende Prinzip. Am Anfang steht die Vision einer neuen Religiosität. Gott aus Gefängnissen zu befreien, mitten ins Leben zu stellen und den Menschen Begegnung zu ermöglichen, soll Sinn und Ziel der Stiftung und der gesamten Edition sein.
[siehe Band 2 der Edition]

 

Die Heilige Stadt

Eine Vision am Beispiel der Stadt Mainz

 

Mit diesem Bekenntnis zu neuen Werten ist das Essay „Die Heilige Stadt“ Zeugnis der Gesinnung des Stifters und gleichzeitig Vermächtnis für die künftige Arbeit der Stiftung.

Am Anfang ist immer Vision, Schau des Neuen im Geiste. Am Anfang ist immer Gott,

Sinn des Lebens, Verbindung zu einer geistigen Welt sind angeborene Werte, die durch Erziehung und Bildung entfaltet, aber auch unterdrückt werden können. Die Stiftung sieht in diesem Werk Auftakt und Signal für neue Ansätze in Bildung und Erziehung.
[siehe Band 1 der Edition]