In der Wetterauer Zeitung vom 14.07.2016 schreibt Michael Humboldt:

Damit das Auge wach bleibt

Dass die Kunst alter Meister in Zeiten von Computer, Fernseher und permanenter Reizüberflutung die Wahrnehmungsfähigkeit von Kindern fördern kann, hat Sonja Schmitz bewiesen. An der Bad Nauheimer Sophie-Scholl-Schule hat sie ein ungewöhnliches Projekt umgesetzt….

…[Die Kinder] hatten den Auftrag, sich in Ruhe und über einen längeren Zeitraum zu Hause fünf Kunstwerke unter den Aspekten Farbe, Form, Perspektive und Auffälligkeiten anzuschauen und ihre Empfindungen aufzuschreiben. … Wichtig war dabei, die Neugier zu wecken und daran zu erinnern, dass unsere Augen die Farben und Formen in unserer Umgebung in all ihren Feinheiten und ihrer Vielfalt wahrnehmen können. … Und weil Kreativität auch Impulse braucht, hat es …. sechs Arbeitstreffen mit Wahrnehmungsspielen gegeben, bei denen gemalt, gebastelt und diskutiert worden ist. Die Kinder sollten ermutigt werden, ihre eigene Kreativität und Schaffenskraft zu entfalten. … Sie schätzen es, mit anspruchsvollen Aufgaben betraut und herausgefordert zu werden. Sie sind an ihre Aufgaben gewachsen und fühlen sich quasi wie Forscher. Dabei zeigten sie sich stets feinsinnig beobachtend, inspiriert und ausdauernd. Das Projekt wurde initiiert und finanziert durch die Hans-Joachim-Lenz-Stiftung in Mainz, die Bildung und Kultur junger Menschen fördert. Das Buch „Das wache Auge“ ist … im Buchhandel erhältlich.


 




In der Heilbronner Stimme vom 11.07.2016 schreibt Gertrud Schubert:

Reise ins unbekannte Land der deutschen Sprache

Robert-Mayer-Gymnasiasten waren ein Jahr lang auf der Suche nach vergessenen Wörtern

Hutung? Getreulich? Posse? Wörter gibt’s, die gibt es gar nicht – zumindest nicht in dem zur Worddatei verarmten Wortschatz der neudeutschen Alltagssprache. Staunend und sich vielmals amüsierend machten sich 17 Gymnasiasten ein Schuljahr lang auf die Suche nach Wörtern, die ihnen spanisch …. vorkamen.

Am Ende steht ein Buch: gespickt mit Wörterlisten, schönsten Sätzen und 17 Erfahrungsberichten von der Entdeckungsreise in ein den meisten Schülern weithin unbekanntes Land: die deutsche Sprache. Einmal im Monat mittwochs trafen sich seit Herbst die 15- bis 18-jährigen Sprachforscher am Robert-Mayer-Gymnasium (RMG). Angelika Humann, finanziert von der Mainzer Hans-Joachim-Lenz-Stiftung, brachte ihr Projekt „Das vergessene Wort“ nach Heilbronn….. Dass selbst Maische, der „Brei“, der aus den Trauben nach der Lese gemacht wird, den Gymnasiasten Rätsel aufgibt, müsste in der Weinstadt Heilbronn eigentlich die Wengerter genannten Weingärtner auf den Plan rufen.


 
Auf der Spur des Wissens
Foto: Heilbronner Stimme




Interview im Luxemburger Journal vom 22.01.2016:

Auf der Spur des Wissens

Drei Geschwister haben gemeinsam vor rund 50 Zuhörern einen Vortrag gehalten


Die Geschwister Susanne (11), Johanna (14) und Thomas Merten (16) sind begeisterte Forscher. Sie haben kürzlich selbst einen großen Vortrag verfasst und diesen im Rahmen des Forschungsprojekts „KulturForumWissen“ präsentiert. Die Dr.-Ing.-Hans-Joachim-Lenz-Stiftung aus Mainz bietet mit diesem Projekt seit 2007 Jugendlichen und Laienforschern eine Plattform für mündliche Vorträge mit dem Ziel, die Allgemeinbildung zu fördern.

… Was hat euch dazu motiviert?
…. Die Hauptmotivation war, dass wir selbst so einen Vortrag gestalten wollten. Wir fanden es interessant, dass es keine klassischen Vorträge waren, wo einfach nur Biografien von Personen runtergerattert werden, sondern dass die eigenen Gedanken mit eingebracht werden konnten. ….

Wie habt ihr euch bei der Präsentation gefühlt?
…. Da waren viele Leute, deswegen hatte ich auch ein bisschen Angst, denn ich wollte mich nicht verhaspeln. ….Niemand hat gelacht, wenn man sich mal versprochen hat. .... Durch das Lob haben wir uns bestärkt darin gefühlt, dass wir das wirklich gut gemacht haben. Es war eine gute Erfahrung. Durch das Vortragen vor dem Publikum sind wir selbstsicherer geworden.

Was gehört alles zur Vorbereitung eines solchen Vortrags dazu?
… Wir haben die Informationen selbst hinterfragt. Selber kritisch denken gehört dazu. Es macht Spaß, Sachen herauszufinden und sich intensiv damit zu beschäftigen. Wir haben so gelernt, wie man an ein wissenschaftliches Thema herangeht und mit umfangreichen Informationen umgeht.

Kann jeder an diesem Forschungsprojekt teilnehmen?
…. Das Projekt stellt schon gewisse Anforderungen. Man muss ein gutes Deutsch beherrschen, einen schönen Schreibstil haben und sich gründlich mit seinem Thema auseinandersetzen. Es gibt eigentlich keine Beschränkungen, die das Alter betreffen.

(Text: Nora Schleich)

siehe auch Presseartikel

 
Auf der Spur des Wissens
Foto: Luxemburger Journal




In der Heilbronner Stimme vom 10.09.2014 heißt es:

Die Wortschatzsucher · 21 Gymnasiasten entdecken
... den Reichtum der deutschen Sprache

Im Oktober ... begaben sich 21 Heilbronner Gymnasiasten auf die Suche nach vergessen Wörtern. Gefunden haben sie etwas unglaublich Schönes: den deutschen Wortschatz. In einem 120-Seiten-Büchlein erzählen sie von ihrer Spracherkundung... Normalerweise steht das Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn (RMG) für Naturwissenschaft... Doch Ursula Steudel, die Abteilungsleiterin für das Fach Deutsch, zog das Sprachprojekt „Das vergessene Wort“ der Mainzer Hans-Joachim-Lenz-Stiftung nach Heilbronn und damit hielt zum ersten Mal Sprachforschung im RMG Einzug. Die Erneuerung geistiger Werte, Hebung des kulturellen Niveaus und Persönlichkeitsbildung hat sich die Stiftung aufs Panier … geschrieben… In Angelika Humann von der Stiftung und Ursula Steudel hatten sie [die Schüler] Anleitung, die bloße Entdeckung kurios anmutender Wörter verwandelte sich in Freude an der Sprache… Dann galt es, … 120 Seiten weniger auf Stoff und Inhalt, denn auf Wörter, Redewendungen und Satzbau zu untersuchen. Die Jugendlichen notierten Wörter, die sie gar nicht kennen …, die sie besonders schön finden … So füllten sie sich gegenseitig ihre Wortschatzkisten… Gemeinsam zaubern die Schüler den alten Schatz wieder hervor und streuen ihn mannigfaltig ins Publikum. So kommen vergessene Wörter wieder unter die Leute.

 
Die Wortschatzsucher
Foto: Mario Berger
Kurios, wunderschön und fremd. In alten Büchern stoßen die Schüler auf eine ungeahnte Vielfalt sich auszudrücken



Im Landsberger Extra vom 27.11.2013 heißt es:

Goldene Gans im Kinderdorf

Ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild mit plüschenen Häschen, prächtige Kostüme, junge hoch motivierte Schauspieler sowie Live-Musik – das ist das Erfolgsrezept des Theaterstücks „Die Goldene Gans“, das jetzt im voll besetzten Hermann-Gmeiner-Saal des SOS-Kinderdorfs Dießen Premiere feierte.
… 15 Mädchen und Buben… hatten fast ein Jahr lang ….ihre ganz eigene Version des Grimmschen Märchens geprobt …Ermöglicht wurde das Theaterprojekt durch eine Spende der Mainzer Lenz-Stiftung in Höhe von 5000 Euro.

siehe auch Website des Landsberger Tagblatts





 
Goldene Gans im Kinderdorf
Die Brüder Dummlings versuchen die Prinzessin zum Lachen zu bringen



Im Mindener Tageblatt vom 17.01.2012 schreibt Swenja Kracht:

„Das vergessene Wort”: Mindener Ratsgymnasiasten
untersuchen literarische Werke

Schüler des zwölften Jahrgangs … arbeiteten an einem Forschungsprojekt zum Thema "Das vergessene Wort"…"Man denkt über die Sprache eigentlich nicht nach, deshalb waren wir etwas skeptisch, als uns das Thema vorgeschlagen wurde", gesteht Liza Baudisch. Zusammen mit 16 Mitschülern nahm sie am Projekt, das von der Lenz-Stiftung in Mainz gefördert wird, teil. "Es war eine Abwechslung zum anderen Lehrstoff und hat Spaß gemacht", so Lara Schmidt. "Wir sind sehr stolz, dass uns die Lenz Stiftung unterstützt, denn als Kulturschule müssen wir uns der Sprache widmen", erläutert Cordula Küppers, stellvertretende Schulleiterin… Jetzt wolle sie die Teilnehmer beim bundesweiten Projekt "Kinder zum Olymp" - eine Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder - anmelden.

Vier Monate untersuchten die Schüler des Literaturkurses Bücher, Schriften und Gedichte der deutschen Literatur auf ihren poetisch-sprachlichen Gehalt hin. … "Dabei kam es nicht auf die inhaltliche Ebene an, sondern auf vergessene Wörter, Sätze und Sprachbilder"…Anschließend verfasste jeder Teilnehmer einen Erfahrungsbericht. Diese Texte sind nun in einem Editionsband gesammelt und publiziert worden. Zur Übergabe der Schrift war neben der Kuratorin der Lenz-Stiftung, Marie-Therese Hartogs, auch Prof. Dr. Walter Krämer vom Verein deutsche Sprache erschienen. "Die deutsche Sprache ist das wichtigste Arbeitsgerät, das ich besitze", lobte er.

Ein Teilnehmer zieht für sich folgendes Fazit: "Wäre Sprache nicht so vielfältig und wunderschön, wären wir es auch nicht."

 
Teilnehmende Schüler
Foto: Svenja Kracht
Diese Schüler des Literaturkurses nahmen am Projekt "Das vergessene Wort" teil.



In den Sprachnachrichten I/2013 vom VDS schreibt Monika Elias über:

Das vergessene Wort

Mit einer ans Herz gehenden kleinen Feierstunde beendeten 17 Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 des Ratsgymnasiums in Minden am 10. Januar ihre Suche nach dem vergessenen Wort. … ein Sprachprojekt der mit dem VDS verbündeten Dr.-Ing.-Hans-Joachim-Lenz-Stiftung in Mainz. Zum nunmehr zehnten Mal sind junge Menschen in klassischen Texten deutscher Literatur auf Schatzsuche gegangen.... in den ihnen zugewiesenen Texten… nach Wörtern …., die sie nicht mehr kennen, die sie besonders schön finden, und die sie gerne im Alltag selbst benutzen würden. Hier Auszüge einiger Erfahrungsberichte:

Ein großer Teil unserer Sprache ist in den vergangenen Jahrzehnten in Ver- gessenheit geraten. War Sprache früher noch ein Privileg und eine geschätzte Ausdrucksform von Bildung, verliert sie heutzutage immer mehr an Beachtung (...). Sprache wird heute nur noch als ein einfaches Mittel zum Zweck gesehen; wobei (...) Sprache allein der Sprache Willen gesprochen werden sollte.
Liza Baudisch

Ein Philosoph hat einmal behauptet, es gäbe so etwas wie die „Lesbarkeit der Welt“ (...). Vor dem Lesen und vor dem Schreiben steht das sie Vereinende: die Sprache; (...) ohne Sprache gäbe es weder eine Gesellschaft, noch uns.
Cihan-Marcel Brandt

 
Das Vergessene Wort fmt
Foto: Mindener Tageblatt/Svenja Kracht
Suchten „das vergessene Wort“ und hielten zum Ausklang den Editionsband der Lenz-Stiftung mit ihren Beiträgen in den Händen: die 17 Schüler des Ratsgymnasiums Minden. Bei der Abschlussfeier beglückwünschten sie dazu Angelika Humann; Leiterin des Projekts, VDS-Vorsitzender Walter Krämer, Kuratorin Marie-Therese Hartogs (v. l.n.r.) sowie Deutschlehrerin Ariane Rehberg (3.v. r.).



In der Rheinischen Post vom 14.12.2012 schreibt Monika Klein unter:

Leverkusen Wasserfall-Musikprojekt
als gute Sprachübung

…Fantasie wecken und zu kreativem Spiel anregen, das war ein Aspekt des Musikprojektes. Außerdem sollte es das Zu- und Hinhören üben und Gemeinschaftssinn wecken. Die größte Rolle habe in diesem Fall die Sprachförderung gespielt, sagen die Pädagoginnen, die das Projekt schon an anderer Stelle durchgeführt haben…Sprachlich hätten die sich deutlich entwickelt im Laufe dieses Projekts, das nur durch Fördermittel der Hans-Joachim-Lenz-Stiftung und der in Leverkusen ansässigen Artur und Aenne-Köppen-Stiftung möglich war…

 
Rheinische_Post_14122012
Foto: Miserius
Im Kindergarten Wiesdorf erarbeiteten Petra Ehrler und ihre Kollegin Melanie Ries ein Musikstück, das die Entwicklung der Kinder erfolgreich unterstützte



In der Frankfurter Rundschau vom 06.12.2012 schreibt Olaf Velte
unter „Vermaledeite Tränenseligkeit“:

Schüler des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums in Bad Homburg forschen nach alten Wörtern.

Blitzelement und vermaledeit! Courmacher und Phrasendrescher! Wörter, die von weit herkommen… Es sind vier von Aberhundert Begriffen – allesamt vereint in der fünften Ausgabe von „Das vergessene Wort“, herausgegeben von der Mainzer Lenz-Stiftung…Gesammelt wurden die sprachlichen Fundstücke von 25 Schülerinnen und Schülern des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) zu Bad Homburg. Freiwillig und ohne Leistungszwang… Das Ergebnis… begeistert auch Schulleiterin Heike Zinke: „Unter unseren vielen Projekten ist dies ein ganz besonderes.“ … beschäftigte sich die altersmäßig gemischte Schülergruppe … intensiv mit den Schönheiten und Sonderbarkeiten deutscher Sprachkunst.… Literaturwissenschaftlerin Bibiella: „Die Akzeptanz und das Niveau in Bad Homburg waren hervorragend.“ …

Theresa Püllen, die bald Abitur macht und Märchen von Hermann Hesse durchforstet hat: „Das Bewusstsein, wie man spricht und was man ausdrücken möchte, ist gewachsen.“ In ihrem „Erfahrungsbericht“ schreibt sie: „Die Sprache, die wir selbst benutzen, verrät viel über uns selbst, über eigenen Ideale, über Prioritäten, über unsere Vorstellungen vom Miteinander.“…Entdeckungen zuhauf waren möglich. Fontane-Leserin Marie Hering: „Von Jugendlichen wird heute oft ein reduziertes und mit englischen Ausdrücken durchsetztes Deutsch gesprochen.“ … Lieblingswörter und eigene Schöpfungen durften ins Spiel gebracht werden – das klangliche Element wurde ebenfalls wichtig. „Hier konnte ein Bereich abgedeckt werden“, sagt KFG-Pädagoge Scholz, „der im Unterricht vernachlässigt wird.“…Wo sonst finden sich auch solche Preziosen wie „Tränenseligkeit“ und „Selbstzergliederung“?


 
Frankfurter Rundschau
Foto: Martin Weis
Stolz präsentieren die KFG-Schüler ihr Werk


Im Harzkurier vom 26.11.2012 steht:

Alte Sprachschätze neu entdeckt

„Eine neue Welt erobert“, beschrieb Klaus-Dieter Zeug, Direktor des Pädagogiums Bad Sachsa, die Arbeit, der sich 13 seiner Schüler gewidmet haben…. In dem Buch „Das vergessene Wort VI“ haben sich diese Schüler mit Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts beschäftigt, dabei die Sprache auf Worte und Begriffe, auf Grammatik und auch Aussagekraft untersucht... „Wir achten nicht immer darauf, ob das, was wir sagen, auch tatsächlich das ist, was wir meinen“, sagte Louise Reichert, eine der beteiligten Schülerinnen. Diese Aufmerksamkeit für die Bedeutung des einzelnen Wortes, des eigentlichen Wortsinns, ist jetzt zumindest in den 13 Schülern geweckt.
…„Der Mensch wird mit Lust auf Bildung und Lernen geboren“, so der pädagogische Ansatz, „er möchte erfahren, welche Gaben und Befähigungen ihm verliehen sind.“ …„Die Herausforderung uns zu bilden, sollte eigentlich ein Leben lang halten“... Die poetische Idee führte die Schüler auf die Suche nach Worten, „die sie nicht kannten oder die sie als ungebräuchlich empfanden“, so Bibiella. Auch besondere, heutzutage nicht mehr übliche Formulierungen sollten sie entdecken. Als Fazit [ ], „sagen eigentlich alle Teilnehmer, dass sie mehr auf Sprache bei sich und anderen achten.“ Schließlich bedürfe die Sprache besonderen Schutzes, denn Sprache bedeute Lebensqualität. Kurz schilderten die Schüler, an welchem Werk sie welche sprachlichen Besonderheiten entdeckten und vor allem, was sie auch für sich entdeckten. Seien es „selten gebrauchte Worte wie ’erquicken‘, aber auch aussterbende Grammatik wie ein sauber formulierter Genitiv“, wie …Vanessa Scholz sagte. Insofern passte das Zitat von Hermann Hesse aus „Narziß und Goldmund“, mit dem Tim Bornkessel die Vorträge beschloss, eigentlich ganz gut: „Ach, alles war unverständlich und eigentlich traurig, obwohl es auch schön war.“


 
Harzkurier
Foto: Camillo Kluge
An heute kaum gebrauchten Formulierungen haben sich die Schüler während ihres Projekts buchstäblich erquickt.

Im Harzkurier vom 05.07.2012 ist zu lesen:

„Alles ist aus dem Wort gemacht“

Leben wir nur noch in Standardfloskeln? Stumpft unsere Sprache ab? Sind wir unkreativ oder phantasielos geworden? Ist unsere Kommunikation nur noch stringent, minimalisiert und zweckmäßig? Diesen Fragen gingen Schüler des Pädagogiums auf den Grund.

Gemeinsam mit der Sprachwissenschaftlerin Dr. Katrin Bibiella und der Deutschlehrerin Marion Loges-Paliatsios beschäftigten sich Schüler der achten bis zwölften Jahrgangsstufe des Pädagogiums im Rahmen einer Projektgruppe in den vergangenen Monaten sehr genau mit der deutschen Sprache .... ein durch die Dr.-Ing.-Hans-Joachim-Lenz-Stiftung aus Mainz gefördertes Projekt, als Aufruf zur individuellen sprachlichen Selbstverwirklichung. Ein Versuch, Verflammtes wieder zu entzünden und gleichzeitig neben den schulischen Verpflichtungen aktiv Forschungsarbeit zur eigenen Muttersprache zu unterstützen ...

Gemeinsam entwickelten die Teilnehmer eine neue Betrachtungsweise der Sprache, deren facettenreicher Vielfalt und Dynamik. Eine große Bandbreite literarischer Werke lieferte die Vorlage, um sich wissenschaftlich mit vergessenen, verschollenen und fremd wirkenden Wörtern auseinanderzusetzen …

… "Am Anfang war das Wort - und alles ist aus dem Wort gemacht", so Dr. Bibiella … bereits gespannt auf das aus den Erfahrungen und Berichten entstehende Buch mit dem Titel "Das vergessene Wort", das am 22. November im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Aula des Pädagogiums der Öffentlichkeit präsentiert werden wird und im Anschluss käuflich zu erwerben ist.


 
Harzkurier
Foto: Schaschek
Die Projektgruppe mit Dr. Katrin Bibiella (li) und der Deutschlehrerin Marion Loges-Paliatsios (re)

In der Taunus-Zeitung vom 28.04.2012 heißt es:

Das vergessene Wort

KFG-Schüler engagieren sich für ein ungewöhnliches Projekt
Junge Menschen haben sich auf die Suche nach alten Wörtern begeben… (siehe „ZUM THEMA“) – darunter auch Julia Sonnenberg und Alice Müller. Die beiden Gymnasiastinnen… haben für die TZ-Leser eine ganz persönliche Liste von vergessenen Wörtern zusammengestellt. Gefunden … in Texten der deutsch-jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler…
Lichterstaunen – beschreibt in dem Gedicht „Unser Kriegslied“ die Blicke der zwei Personen, durch die die Nacht zum Tag und in Lichterstaunen getaucht wird.
Der Abend weht Sehnen aus Blütensüße – in dem Gedicht „Wir beide“ wird so ein lauer Abend beschrieben.
Und süße Schwermutwolken ranken – in „Unser stolzes Lied“ wird so die Sehnsucht nach Liebe beschrieben.
Blauvertausendfacht – soll in dem Gedicht „Ich liege wo am Wegrand“ die unendliche Weite des Himmels beschreiben.
Verwaistes Herz – soll in dem Gedicht „An Apollon“ ihre Einsamkeit/Verlassenheit betonen.

"ZUM THEMA" Der Reichtum unserer Sprache

26 Schüler der Klassen 9 bis 12 des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) in Bad Homburg nahmen an dem Projekt „Das Vergessene Wort – Vom Reichtum der deutschen Sprache“ teil. Ziel war, das persönliche literarisch-poetische Sprachvermögen zu entdecken und zu schulen. Ein Aufruf zur Kultur? So in etwa könnte man das Projekt bezeichnen … Bücher aus dem Barock bis ins 20. Jahrhundert lesend sammelten die Schüler vergessene, veraltete und poetische Wörter. Diese fassten sie samt Bedeutung und Quelle in einer wissenschaftlichen Arbeit zusammen und schrieben einen Erfahrungsbericht über die Lektüre…Ziel war es…, Umfang und Reichtum unserer Sprache zu vermitteln, den Horizont zu erweitern, sich poetisch und künstlerisch zum Ausdruck zu bringen und nebenbei die Bedeutung unserer Sprache zu erkennen …Heike Zinke, Schulleiterin des KFG, … sagte, sie bewundere die Untersuchung der Sprache und erhoffe sich so eine Weitergabe zwischen den Generationen – egal ob von Alt zu Jung oder andersherum, denn auch die Älteren sollten die „neue“ Sprache der Jugend kennenlernen. Dass sich die Generationen in ihrer Sprache gegenseitig miteinander sensibilisieren, sei ein anzustrebendes Ziel… Abschluss des Projektes ist für September dieses Jahres vorgesehen und beinhaltet eine Veröffentlichung der Arbeiten als Buch und ein letztes Treffen.
Julia Sonnenberg, Alice Müller und Lucas Kobisch


 
Taunuszeitung_28042012
Foto: Reichwein
Junge Leute auf der Suche nach alten Wörtern: Die Schüler des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums bei Übergabe der Arbeiten.




Taunuszeitung_28042012
Foto: Reichwein
Ausgezeichnet: Julia Sonnenberg bekommt von Projektleiterin Angelika Humann für die Teilnahme an dem Projekt ein Zertifikat überreicht.


Die Bergische Landeszeitung vom 21.07.2011 schreibt:

Kinder begleiten den Tropfen Pling

Das kleine Tröpfchen Pling hat eine große Reise hinter sich gebracht. 20 Vorschulkinder der Kindertagesstätte des ZAK führten den Zuschauern vor, welche Abenteuer Pling bestehen musste… fanden Klänge zur Geschichte, spielten Theater, tanzten und erweiterten die Handlung. Das Modellprojekt der Lenz-Stiftung half den Kindern, ihre künstlerischen Talente zu entdecken. Die Musikpädagogin Melanie Ries und Petra Ehrler betreuten den Nachwuchs. (Ih)

Im Bergischen Handelsblatt vom 03.08.2011 heißt es:

„Pling" erlebt Abenteuer - Die Vorschulkinder des ZAK begeisterten

…Sie führten sie in einer Erlebnisaufführung vor, in der sogar die Zuschauer mitmachen durften. Das erstmals erprobte pädagogische Modellprojekt hat Fünf- bis Sechsjährigen ein vielfältiges Experimentierfeld geboten, in dem sie sich spielerisch-musikalisch mit Wasserkreisläufen befassten…Durch das Vertonen und Inszenieren der Geschichten erlebten die Kinder welche künstlerischen Fähigkeiten in ihnen stecken…, dass die ganze Welt Klang ist.


 
Pling
Klangvoll setzten die Kinder die Geschichte des Wassertropfens „Pling“ in Szene.

In der Oberhessischen Presse vom 16.11.2010 heißt es:

Magie der Buchstaben fasziniert

Um den Reichtum der deutschen Sprache zu erhalten, haben sich 20 Schülerinnen und Schüler der Elisabethschule und der Freien Waldorfschule mit Texten aus 200 Jahren Literatur befasst.
Eine…Schülerin berichtete, dass "die Wahl der richtigen Worte wirken kann wie Streicheleinheiten"…"Diese Broschüre ist ein wahrer Glücksfall", so Tobias Meinel, Schulleiter der Elisabethschule…"So können Schüler am Prozess wissenschaftlicher Forschung teilhaben"…Manfred Wittig, Leiter der Waldorfschule…"die Sprache ist wie ein tiefer See, in den man eintauchen kann, um neue Räume zu erschließen"…Gefördert wurde das Projekt durch die Hans-Joachim-Lenz-Stiftung aus Mainz. Deutschlandweit wurde das Projekt zum siebten Mal umgesetzt. "Die Stiftung will den Reichtum und den Einfluss auf die Persönlichkeit durch die Sprache fördern".


 
Magie der Buchstaben
Foto: Patricia Kutsch
Am Ende der Feierstunde im Historischen Ratssaal wurde den 20 Schülerinnen und Schülern, die am Projekt gearbeitet haben, die Broschüre überreicht.


Die Oberhessische Presse vom 27.04.2010 schreibt:

Schüler beleben vergessene Worte

Gymnasiasten spürten verloren gegangene und poetische Wörter auf
20 Schüler der Freien Waldorfschule und der Elisabethschule [Marburg] tauchten vier Monate gemeinsam in die Welt der literarisch-poetischen Sprache ein. …Durch die Arbeit soll eine sensible kreative Sprachverwendung gefördert werden. …Tobias Meinel, der Direktor der Elisabeth-Schule beschrieb … die … wiederbelebten Wörter aus Werken vom Barock bis ins 20. Jahrhundert als „Schlüssellöcher, durch die man in eine vergangene Zeit sehen kann“…. Professor Dr. Knoop vom Kuratorium der Stiftung wies auf die Wichtigkeit des aktiven Gebrauchs der Sprache hin … Gerade heute … dürfe man nicht den Umgang mit Wörtern und Texten vernachlässigen.


 


Waldorfschule
Foto: Lisa Kroggel
Die Schüler der Elisabethschule und Freien Waldorfschule beschäftigten sich mit der literarisch-poetischen Sprache.


Jugend lehrt Jugend – Ein pädagogischer Modellversuch

Die Bergische Landeszeitung vom 16.01.2010 schreibt:

…Es sind Szenen aus dem Alltag, mit denen sich Schüler des Overather Paul-Klee-Gymnasiums in einem Kurs der ganz besonderen Art befassen, …weil es nicht um die Vermittlung von Formeln oder Vokabeln geht, sondern um soziales Verhalten, … weil hier Schüler selbst zu Lehrern werden: Unter Anleitung von Zwölftklässlern unterrichten Schüler der Jahrgangsstufe 11 Zehntklässler… Das Projekt hat sich unter finanzieller Förderung der Mainzer Lenz-Stiftung zum Selbstläufer entwickelt...

Im Overather Mitteilungsblatt vom 14.01. & 28.01. 2010 lesen wir:

…sichtlich stolz dankte Schulleiter Wesche den Schülern für ihr großes eigenständiges Engagement und betonte den Wert einer solchen Initiative für die Schule… Initiiert und finanziert wurde das Projekt „Jugend lehrt Jugend“ über drei Jahre hinweg von der Dr.-Ing.-Hans-Joachim-Lenz-Stiftung in Mainz, die auch die Publikation der Forschungsergebnisse besorgte… Nach den drei Jahren führen die Schüler am PKG das Projekt eigenständig weiter. In Overath kann nun keiner mehr behaupten, Jugendliche würden sich nicht für Werte, Würde und Höflichkeit interessieren.

Das Bergische Sonntagsblatt vom 16.01.2010 schreibt dazu:

… An einem dreijährigen Modellversuch „Jugend lehrt Jugend“ haben Schüler und Schülerinnen des Paul-Klee-Gymnasiums Overath außerhalb ihrer Schulzeit teilgenommen… Im Rollenspiel erarbeiteten die Oberstufenschüler mit Zehntklässlern in freiwillig organisiertem und geleitetem Unterricht, welche Umgangsformen ein menschliches Miteinander fördern… fand der Unterricht im dritten Jahr ohne Lehrer statt. Die Begeisterung der SchülerInnen, völlig selbständig Themen unter Gleichaltrigen zu erforschen, drückt sich in ihren Erfahrungsberichten aus. Diese geben Einblick in die Entfaltung verborgener Werte junger Leute und in ihre Sehnsucht nach neuen Unterrichtsformen… Ein Gesamtüberblick des Projektes ist in der Beilage zu Bildung und Wissenschaft der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg vom 22.10.2009 gegeben: hier.

 
Jugend
Foto: Daub
Ach, die Jugend von heute? Von wegen! Freundlich lächelnd präsentieren sich die Projekt-Teilnehmer von Lehrerin Petra Ehrler (5.v.r.) und Schulleiter Jürgen Wesche (im Hintergrund) den Lesern.

Jugend lehrt Jugend


Jugend lehrt Jugend